Mittwoch, 18. Juli 2012

Nini e Pettirosso


Wo: Selkestraße 27, U-Bahnhof Leinestraße oder Hermannstraße oder Neukölln 
Was gibt’s: Pizza, Pasta, Salate; italienische Dolci, Eis, sehr guten Kaffee; viele vegetarische Varianten 
Preise: Das Stück Pizza kostet 2,00€, Pasta ca. 5,00€ 
Offen: täglich 11-24 Uhr 
Nini-e-Pettirosso




Ich hatte mich den ganzen Tag auf einen Aperol Spritz in der Abendsonne gefreut. Ich hatte den ganzen Tag Sorge, es könnte regnen.

Weil wir ja alle den Bestseller ‚Sorge dich nicht, lebe!‘ im Buchregal stehen haben und das, was mich da grade angetropft hat, nur ein Fliegenschiss gewesen sein kann, beziehe ich also Stellung: Wir treffen uns heute im Nini e Pettirosso.
Der Laden liegt sehr schön an jenem Ende der Selkestraße, das zuerst in einen Spiel- und Bolzplatz und dann in den Körnerpark mündet. Am frühen Abend herrscht hier noch muntere Betriebsamkeit, Mütter eisen ihre Kinder von der Rutsche los, Väter spielen noch eine letzte Runde Fußball. Aus einem offenen Fenster tönt Van Morrison, die Bäume rauschen im Wind.
Schöner kanns nur noch durch die Ankunft meiner Mitesserinnen werden.
Der Aperitif ist wie üblich schnell geleert, wir bestellen nach einer ausgiebigen Weinprobe eine Flasche Negroamaro. Pizza gibt es in Stücken und mit verschiedenen Belägen. Wir probieren quer durch die Bank, die saisonale Variante mit Spinat, Spargel und Pilzen muss aber auf jeden Fall sein. Pasta gibt’s auch. Sie kommt in Tellern, während die Pizza auf lustigen kleinen Holzbrettchen und in mundgerechte Stücke zerteilt, serviert wird. Das Essen ist gut. Der Wein auch. Hier bleiben wir.  

In der Körnerpost habe ich mal gelesen, dass das Nini e Pettirosso von einer Gruppe junger Italiener aus Ischia und Neapel gegründet wurde. Die Freunde wollen einfach eine Zeitlang in Berlin sein, zusammen etwas aufziehen. So wie wir. 
Zum Nachtisch bestellen wir Cannoli und Eis - hat es in Berlin je geregnet?

-Elisabeth 




Kommentare:

  1. Schön geschrieben, aber de facto viel zu kleine, gar spärliche und völlig überteuerte, fettige Portionen in Presspappe-IKEA-Ambiente. Der Laden hält sich m.M.n. nur, weil er der einzige Italiener im Kiez ist. Wer Ahnung von Pizza / Pasta hat, isst dort jedenfalls nicht. Nicht zu empfehlen.

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  2. mmh, also als ich das letzte mal da war, schmeckte die Pizza tatsächlich ein bisschen nach der von meinem Vorredner erwähnten Ikea-Pappe... Ich hoffe das Nini e Pettirosso legt sich ein bisschen ins Zeug, um mit dem Zio Felix mithalten zu können!

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