Samstag, 25. Mai 2013

Barini

Wo: Böhmische Straße 46, 12055 Berlin Neukölln
Was: Italienisch-türkisches Cross-Over von Meze bis Pasta
Preise: Hauptgerichte von 5,50 Euro bis 10 Euro, 0,3 Bier: 2,50, Glas Weißwein 3,50 Euro
Barini



Es ist einer der ersten lauen Sommerabende in diesem Jahr. Auf dem Platz vor dem Barini spielen Kinder Ball. Ältere Menschen auf Bänken schauen Ihnen zu. Urlaubsgefühle liegen in der Luft. Wie passend, dass wir uns ausgerechnet heute in dem  italienisch-türkischen Restaurant im hübschen Rixdorf verabredet haben. Gerne würde ich dem Spiel noch eine Weile zuschauen, aber die langen Tafeln auf dem Platz sind alle schon besetzt. So überquere ich die Straße bis ich direkt vorm Barini stehe und warte auf Laura und Luisa. Während ich warte lese ich die Abendkarte, die ständig wechselt und mit einigen ausgefallenen und stets ausgewählten Speisen beindruckt. Ich versuche mich schon zwischen Piadina mit Erdbeeren oder Risotto mit Prosecco und Mascarpone zu entscheiden als Laura und Luisa gleichzeitig das Restaurant erreichen. Mitgebracht haben sie zwei riesige Gruppen, so dass wir schnell vorsorglich den schönsten Platz im Restaurant, direkt am großen offenen Fenster, besetzten. Das Fensterbrett ist geschmückt mit Mairosensträußen und anderen Frühlingsblumen. Sowieso gefällt uns die Einrichtung sehr: hübsch und elegant gemütlich, leicht verspielt aber zugleich schlicht. Besonders habe ich mich in die Anschlagtafeln vor dem Restaurant verliebt. Liebe zum Details wird hier sowieso hoch gehalten, wie zum Beweis überprüft eine der beiden Besitzerinnen am Tisch neben uns eigenhändig, ob das Gedeck richtig liegt. Laura und ich bestellen direkt einen Weinschorle bei ihr. 

Die Geschichte des deutsch-türkischen Cross Over liegt übrigens auch in der Herkunft der beiden Besitzerinnen begründet: So findet sich Mezze neben Pasta und Cay neben Cappuccino. Wir bestellen schwarze Tortelli mit Lachs-Ricotta Creme, Pasta mit Spargel und Salsiccia und Piadina mit Erdbeeren, Frischkäse und Feldsalat. Leider haben die großen Gruppen kurz vor uns  bestellt und wir müssen warten. Zum Glück gibt es ein Amuse-Gueule in Form von Brot mit Hummus, das unsere Mägen vorübergehend besänftigt. Da es inzwischen aber 20:45 Uhr ist hält die Besänftigung leider nicht lang an. Wir versuchen unser Gespräch über ernsthafte Themen wie Fernbeziehungen und die Kunst der Kommunikation aufrecht zu erhalten, aber erwischen uns alle immer wieder dabei, wie unsere Blicke Richtung Küche abschweifen… Endlich kommt das Essen und mit Ihm auch unsere Freude an gepflegter Kommunikation zurück, nachdem wir einige Minuten stillschweigend genossen haben, versteht sich.

Weil der Abend auch nachdem wir unsere Teller leergegessen haben noch lau ist, setzten wir uns mit der zweiten Weinschorle und der ersten Zigarette ins Freie. Gerne hätten wir auch noch den Nachtisch (Mini-Torta gefüllt mit Espresso-Vanille Creme umgeben von dunkeler Schokolade) probiert. Aber leider ist der gerade ausgegangen. Die großen Gruppen kamen uns schon wieder zuvor. Dem Barini nehmen wir es aber nicht übel. Bei nächsten lauen Abend sind wir wieder da!

- Nele


Kommentare:

  1. es ist ein schönes Cafe und die Kuchen sind auch lecker. Immer toll euer Blog zu lesen

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  2. Ja, es ist wirklich schön! Vielen Dank für den Tip mit dem Kuchen. Wir müssen da umbedingt nochmal an einem Sommernachmittag hin.

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